SCHLOSSPARK
Der Schlosspark wurde im 18. Jahrhundert als französischer Garten im barocken Stil angelegt. Er soll gegen Ende des Jahrhunderts besonders schön gewesen sein. Damals lebte die zweite Ehefrau von Karl Albrecht dem II, einem Enkel des Schlosserbauers, die ungarische Gräfin Judith in Kupferzell. Sie ließ zur Gestaltung eine große Anzahl seltener Bäume aus ihrer Heimat schicken und anpflanzen. Etwa um 1840 unter Friedrich Karl I. und dessen Ehefrau Prinzessin Therese wurde der Park auf 17 ha vergrößert. Er wurde dem Zeitgeist entsprechend im Stil eines englischen Landschaftsgartens umgestaltet. Da spätere Generationen nicht mehr in Kupferzell wohnten, wurden Schloss und Park nicht mehr gepflegt.

In den Anfangsjahren des Schulbetriebes wurden Teile des Landes als Gemüse- oder Obstgarten, als Geflügelhof oder landwirtschaftlich genutzt. 1952 wurde dies aufgegeben, nachdem zunehmend die Hauswirtschaft Schwerpunkt in der Ausbildung war. Durch Aufforstung und viele fleißige Hände verschwanden Gestrüpp und Brennnesseln und es entstand allmählich wieder ein begehbarer Park.

Der Park, von dem heute 7 ha zur Akademie gehören, gilt als kulturhistorisch wertvoll und wird von Vermögen und Bau Baden-Württemberg unterhalten.

 

Ranke

 

Treppe
Die Treppe vor der Terrasse des rechten Schlossflügels dient lediglich als Gestaltungselement zwischen zwei Ebenen.

 

Löwe Löwe Links und rechts der Treppe thront das Wappentier der Hohenloher auf einem Sockel. Früher befanden sie sich am Fuße der Treppe. Markantes Merkmal des Hohenloheschen Löwens im Gegensatz zum württembergischen ist der untergeschlagene Schweif.

 

Ranke

 

FichteFürst Friedrich Karl I (1814 bis 1884) hat bei jeder Geburt seiner acht Kinder ein Bäumchen gepflanzt. Die Fichte, die auf dem Weg zum Garten unübersehbar ist, ist demnach zwischen 1841 und 1856 angepflanzt worden und erreicht inzwischen ein stolzes Alter von über 160 Jahren.







Ranke

 

TeichDer Teich im Park ist künstlich angelegt worden. Durch ihn fließt der Feßbach.
1975 wurde er ausgebaggert und es folgten Sanierungs- arbeiten. 2008 erfolgte eine Reinigung und Befestigung der Anlage. So stehen Teich und Park heute im Einklang mit Landschaft und Bauwerk.

 

Ranke

 

... Und Bänke zum Ausruhen finden wir auch. Der Park trägt im Sommer viel dazu bei, daß wir im Hause nicht zu dicht zusammen sind und jeder Platz findet, sich für eine Weile auf sich selbst zu besinnen.
Hätten wir den Park und den Baumbestand nicht, würde uns den ganzen Sommer das schöne Vogelkonzert entgehen, und wir könnten im Winter keine Vögel an unseren Futterplätzen beobachten. Und wo würden wir unsere Feste ... feiern? Man kann sich kein geeigneteres Gelände als die Hirschwiese und den Platz unter der großen Fichte vorstellen."
 Blättle Mai 1957

 

 

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